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Im TV bei der Show „Die Höhle der Löwen“

Foto von Bastian Krautwald
Bastian Krautwald
Gründer
Veröffentlicht
Dienstag, 01. Oktober 2019

Berlin/Staßfurt l Bastian Krautwald kann erzählen. Er kann viel und gut erzählen. Dann überschlagen sich seine Sätze, er wird schneller und schneller und zwischendurch macht er manchmal einen Witz. Der 22-Jährige kann sich prima verkaufen. Das hat er lernen müssen im Schnellakkord. Weil das eine der besten Voraussetzungen ist, um im Haifischbecken auf dem Arbeitsmarkt als Gründer-Frischling zu überleben.

Krautwald hat Zähne. Metaphorisch gesehen. Die hat der Staßfurter, der 2015 sein Abitur am Dr.-Frank-Gymnasium gemacht hat und seitdem in Berlin wohnt, mehr als einmal erfolgreich gesetzt. Bastian Krautwald ist ein Unternehmer. Und das im ganz modernen Sinne. Mit zwei Bekannten hat er ein, wie man das neudeutsch so formuliert, Startup gegründet. Heißt: Das Trio hatte eine innovative Geschäftsidee mit hohem Wachstumspotential.

App für Studenten

Mit „deineStudienfinanzierung“ haben Bastian Krautwald, Alexander Barge und David Meyer ein Lösungsangebot für Studenten gemacht, das Potential hat. Die Idee: Studenten bei der Suche nach finanzieller Absicherung unter die Arme greifen. Das funktioniert auf kürzestem Wege über eine App. Formulare werden hochgeladen, der Rest kommt (fast) von allein. Es fallen Gebühren von 29,90 Euro an. Gerade Studenten, die mit ihrem Studium beginnen, wissen nicht, ob sie Bafög bekommen können, wie viel ihnen zusteht und wann das Geld kommt. Es kann sein, dass der Bescheid erst im Dezember kommt, obwohl das Semester im Oktober beginnt. Das schreckt ab. „Wir prüfen, ob jemand förderfähig ist“, sagt Krautwald. Ohne großen Papierwust können sich Studenten schneller auf ihre Kernkompetez konzentrieren: Das Studieren.

Dass die 2017 geborene Idee auf fruchtbaren Boden fällt, zeigte der vergangene Dienstag. Da waren fast drei Millionen Menschen an den TV-Geräten dabei, als Krautwald und seine Kollegen bei der Unterhaltungsshow „Die Höhle der Löwen“ auftraten. Hier dürfen Unternehmer ihr Produkt, das meist in den Kinderschuhen steckt, vorstellen. Gegenüber sitzen fünf sogenannte Löwen – bekannte millionenschwere Unternehmer – die von der Idee überzeugt werden müssen. Am Ende steht im besten Fall ein „Deal“. Der Löwe beteiligt sich mit einer Summe X am Unternehmen, versucht es mit seinem Wissen größer zu machen und bekommt dafür einen Anteil an der Firma. Win-win-Situation nennt man das.

Deal vor ein paar Tagen geplatzt

Krautwald, Barge und Meyer bekamen scheinbar ihren Deal mit Frank Thelen, der Experte für digitale Unternehmen ist. 500.000 Euro wollte er investieren und dafür 17,5 Prozent der Firma haben. Weil die Aufzeichung der Sendung aber fünf Monate her ist, hat sich seitdem im Hintergrund viel getan. Vor wenigen Tagen ist der Deal geplatzt, weil die Gründer und Frank Thelen sich nicht einigen konnten. Die Gründer wollten weniger ihrer Firmenabteile abgeben, weil sie im Hintergrund bereits in der Szene bekannte Investoren hatten, die sich mit gewissen Prozenten beteiligt hatten. Frank Thelen beharrte auf 17,5 Prozent. Kein anderer Investor wollte klein beigeben. Thelen auch nicht. So scheiterte das Geschäft. Wobei beide Seiten laut Krautwald fair miteinander verhandelten. „Es war ein sehr professioneller Umgang.“ Streit gab es nicht. Und Thelen steht auch weiterhin mit seiner Expertise zur Verfügung.

Was macht das mit „deineStudienfinanzierung“? Es spricht für das Selbstbewusstsein von Krautwald, wenn er sagt: „Wir wachsen trotzdem.“ Die Idee lebt. Das Trio ist nicht mehr abhängig vom Geld und den Ideen von Thelen. „20 Sparkassen empfehlen uns, dazu über 20 Hochschulen und Hochschulverbände. Das sind vertrauenswürdige Partner“, sagt Krautwald. Noch ist die App nicht profitabel, aber schon jetzt hat „deineStudienfinanzierung“ 13 Mitarbeiter, Krautwald hat 2018 sein duales BWL-Studium abgebrochen, lebt von seinem Job. „Gerade die letzten Tage haben wir sehr wenig geschlafen. Es gab so viele Anfragen“, so Krautwald. Und so viel zu tun. Über Zahlen, wieviele Kunden das Startup hat, spricht Krautwald nicht. Es werden aber mehr.

Weil Krautwald ein Verkäufer ist, kann er freilich das Dilemma gut erklären, das seine App unabdingbar macht. „Es gibt 1,7 Millionen Bafög-Berechtigte“, so Krautwald. „18 Prozent bekommen aber nur Bafög. 65 Prozent könnten es aber bekommen.“ Viele stellen keinen Antrag, weil sie nicht wissen, ob es sinnvoll ist. „Dazu haben 250.000 Studenten ihr Studium abgebrochen, weil sie es sich finanziell nicht leisten konnten.“ Potentieller Kunde ist also jeder Student. Der Markt ist riesig.

Dabei hilft „deineStudienfinanzierung“ nicht nur beim Bafög. Auch beim KfW-Studienkredit oder dem Bildungsfonds „Brain Capital“ hilft das Team. Neueste Idee, die in drei bis vier Monaten umsetzbar ist, ist eine Zwischenfinanzierung. Solange Studenten zum Beispiel beim Bafög nach dem Antrag auf ihr Geld warten, springt „deineStudienfinanzierung“ ein. Krautwald bezeichnet das als „Auszahlung in Echtzeit“.

Erschienen in der Volksstimme von Enrico Joo

Fotocredit TVNOW: Bernd-Michael Maurer

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